Zulassungsbeschränkung für die 10V-Klassen

Welche Auswirkung die Zulassungsbeschränkung der 10V-Klassen auf die Mittelschule Aßling hat, ist Inhalt einer öffentichen Anfrage der Grünen im Aßlinger Gemeinderat. Sie bitten um Information in der nächsten Sitzung des Gemeinderats und wollen, dass die Schulleitung dazu gehört wird.

Seit August 2013 ist die Klasse 10V(1+2) ein Angebot der Mittelschule, welches in Aßling gut angenommen wurde. Insgesamt hat sich diese Schulform recht erfolgreich gezeigt und steht im Ergebnis dem M-Zweig nicht hinterher.

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©foto:Manfred_Jahreis / www.pixelio.de

Die V-Klassen wurden unter dem Motto: „Kein Abschluss ohne Anschluss – mehr Hilfe für Spätzünder“ ins Leben gerufen. Sie bieten den Schülern die Möglichkeit innerhalb von zwei Jahren einen mittleren Schulabschluss (MSA) zu erreichen.

Im August 2014 wurde nun vom Kultusministerium ein Notendurchschnitt von 2,5 als Zulassungsvoraussetzung eingeführt. Der Übertritt auf die10 M-Klasse liegt bei 2,33. Damit ist der Spielraum für 10V-Klassen nur mehr von 2,33 bis 2,5.

Mit dieser hohen Zulassungsbeschränkung werden vermutlich weniger Schülerinnen und Schüler diesen Zweig in Aßling und auch anderswo besuchen können.

Deshalb wäre es für den Gemeinderat Aßling wichtig darüber informiert zu werden, wie sich die Zulassungsbeschränkung auf den Schulstandort Aßling auswirkt.

Gemeinderätin und Kreisrätin Waltraud Gruber kritisiert die sog. Mittelschulreform des Freistaates, die zu Lasten derjenigen Schülerinnen und Schüler geht, die eben etwas länger brauchen. Sie werden nun an den Zulassungsbeschränkungen scheitern – schade!

Den Wortlaut der Anfrage lesen Sie hier.

Anmerkung am 5.2.15: Die Anfrage wurde in der Gemeinderatssitzung am 3.2.15 öffentlich vom Schulleiter Michael Pollak beantwortet. Positiv ist, dass das Kultusministerium die Zulassungsbeschränkung am 29.1.14 für das kommende Schuljahr zurückgenommen hat. 

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