Resolution gegen den Bau einer 3. Startbahn am Flughafen München

Die Kreistags-Grünen fordern den Kreistag Ebersberg auf, sich gegen den Bau einer dritten Startbahn für den Flughafen München auszusprechen.

Sie begründen ihre ablehnende Haltung damit, dass angesichts der insgesamt abnehmenden Zahl der Starts und Landungen der letzten Jahre die Kapazitäten der vorhandenen Infrastruktur noch für lange Zeit ausreichend sind.

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Der CO2-Eintrag in höhere Schichten der Atmosphäre hat besonders negative Klimaeffekte; foto: pixabay.de

Weiter Argumente sind:

  • Eine dritte Startbahn würde nicht nur die unmittelbare Nachbarschaft des Flughafens gewaltigen Lärmemissionen aussetzen, sondern auch den Landkreis Ebersberg.
  • Die Erweiterung des Airports im Erdinger Moos würde falsche Anreize für eine zeitgemäße Mobilität im Zeitalter des dramatischen Klimawandels setzen.
  • Die Anbindung des Flughafens an den öffentlichen Verkehr ist nach wie vor mangelhaft, so dass eine Erweiterung der Kapazitäten zu mehr Individualverkehr führt.
  • Der Bau einer dritten Startbahn würde fast 1000 Hektar wertvollen Naturraums vernichten.
  • Die von der Betreibergesellschaft (FMG) erwarteten Effekte für den Arbeitsmarkt sind zu optimistisch.
  • Die FMG hat Schulden in Milliardenhöhe. Der Bau einer dritten Startbahn würde langfristig die öffentlichen Haushalte belasten, da eine Tilgung aus Betriebsüberschüssen nicht zu erwarten ist.

„Zudem haben sich die Bürgerinnen und Bürger von München in einem Bürgerentscheid klar gegen den Bau einer weiteren Startbahn ausgesprochen. Diesem Votum soll sich der Kreistag Ebersberg anschließen“, so Reinhard Oellerer, der Initiator des Antrags.

«Den Antrag mit ausführlicher Begründung lesen Sie hier»

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