Nur die Landtags-Grünen gegen B 15-Ausbaupläne

33fe9d3d71Am 19. Januar 2015 verkündete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) das Aus für den fehlenden Ausbau der B 15 zwischen Landshut und Rosenheim. Elf Tage später pfiff Ministerpräsident Horst Seehofer alles zurück. Inzwischen unterstützten sowohl CSU als auch SPD und Freie Wähler im Landtag den neuen Plan der Staatsregierung. Dieser sieht vor, doch zwei Trassen für den Bundesverkehrswegeplan anzumelden: die raumgeordnete lange geplante Trasse im Kreis Mühldorf und den Ausbau der bestehenden B15 alt mit Ortsumfahrungen. Die beiden Alternativen sollen ergebnisoffen geprüft werden.

Einzig die Grünen fordern nach wie vor den Stopp der B15 neu. Die Pläne seien völlig inakzeptabel und auch aus Gründen des Naturschutzes nicht umzusetzen, sagte Markus Ganserer, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag. „Unsere Position ist klar, keine weitere Autobahn in Bayern. Weder hier, noch da und auch nicht scheibchenweise.“ Für die CSU konterte Erwin Huber mit dem Vorwurf einer rückwärtsgewandten Blockadepolitik, was er mit dem Argument untermauerte, Umweltschutz müsse „nicht nur den Lurchen, sondern auch den Menschen dienen“.

Die SPD-Prominenz sagte vor einem Jahr…
Mit der Erkenntnis „in den kommenden 30 bis 40 Jahren wird die B15 weder aus- noch neu gebaut“,  waren der Ebersberger Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer die Landtagsabgeordnete Doris Rauscher (beide SPD) vor knapp einem Jahr von einer Mandatsträger-Konferenz vom Rosenheimer Straßenbauamt zurückgekommen. Schurer befürwortete damals den Ausbau der vorhandenen B15 und die Schaffung von Ortsumfahrungen. Er begründete das mit dem geringeren Flächenverbrauch gegenüber einer autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße mit zerstörerischer Wirkung auf die Natur und die Landschaft.

von: Philipp Goldner

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