Klimatour durch den Landkreis Ebersberg

In sieben Etappen hat die gelernte Umweltingenieurin klimarelevante Themen begreifbar gemacht. Unterwegs war sie dabei mit ihrem Elektro-Roller, der klimaschonend mit Sonnenenergie von ihrem Solardach betrieben wurde.

Wichtig ist es ihr zu vermitteln, dass Politik nichts Abgehobenes ist, sondern viel mit unserem täglichen Umfeld zu tun hat.

Waltraud Gruber mit ihrem Elektroroller_g

1. Erneuerbare Energien: (14. Juni)
Fahrt zum Windmessmast im Ebersberger Forst und ein Erneuerbarer Energienparcours durch Vaterstetten. Um zu zeigen was vor Ort machbar ist, wurden dabei verschiedenste Projekte zum Thema erneuerbare Energien vorgestellt.

2. Mobilität: (18. Juni) Am Bahnhof Markt Schwaben diskutierte Waltraud Gruber mit den ankommenden Pendlern. Die Mobilität der Zukunft wird eine Verknüpfung aus Verkehrsvermeidung und ein Mix aus umweltfreundlichen Fahrzeugen, öffentlichem Nahverkehr, Car-Sharing und Radfahren sein. Dazu braucht es intelligente Vernetzung.

3. Ernährung: (12. Juli) Klimabrotzeit am Steinsee.
Das war „Politik hautnah“ – auch im wörtlichen Sinne. Am „Moosacher Bad“ servierte Waltraud Gruber den Badegästen selbstgemachte fleischlose Brotaufstriche und Wildkräuter-Eistee. Die Brote samt Rezepten wurden begeistert entgegengenommen. Dass die „Ernährung“ zu den Hauptverursachern der klimaschädlichen Gase gehört, erstaunte allerdings doch etliche.

4. Energiesparen– „homestory“: (21. Juli)
Das war d
as „Herzstück“ der Klimatour und die persönlichste Etappe von Waltraud Gruber. Die energetische Sanierung im Bestand ist die schwierigste Aufgabe beim Thema Energiesparen. Davon konnte sie konkret berichten, denn das Anschauungsobjekt war ihr eigenes Wohnhaus in Aßling, das 1929 erbaut wurde und das sie zusammen mit ihrem Mann nach hohen energetischen und baubiologischen Standards saniert hatte. Dafür sind sie mit dem  Engergiepreis des Landkreises Ebersberg ausgezeichnet worden.

5. Industrielle Landwirtschaft/Vermarktung (27. Juli)
Am Wochenmarkt in Grafing stand das Thema die Landwirtschaft im Mittelpunkt. Der Trend in der Landwirtschaft geht zu immer mehr Großbetrieben auf Kosten der bäuerlichen Landwirtschaft, den es zu verhindern gilt. Am Wochenmarkt konnte dann auch gleich eingekauft werden: regionale Produkte, artgerecht, landschaftsschonend und ökologisch erzeugt.

6. Moore als natürliche CO2-Speicher: (17. Aug) – Wanderung durchs Brucker Moos.
Vor Ort konnte auf die Bedeutung der Moore eingegangen werden. Moore sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Die Zerstörung der Moore machen 20% der klimaschädlichen Emissionen weltweit aus. Moorschutz ist Klimaschutz.

7. Wälder/Holz als Klima-Senke (24. August)
Im Ebersberer Forst wurde dargestellt, dass Wälder und das globale Klima eng miteinander verknüpft sind. Deshalb müssen die Wälder weltweit geschont und nachhaltig bewirtschaftet werden.

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.