1. Etappe Klimatour zu „Erneuerbare Energien“: aufschlussreich und unterhaltsam

Zur 1. Etappe der Klimatour von Landtagskandidatin Waltraud Gruber kam Ludwig Hartmann, der energiepolitische Sprecher der Landtags-Grünen. Er zeige sich beeindruckt, was die Direktkandidatin des Landkreises Ebersberg dort alles „auf die Beine stellte“.

AmWindmessmast: Waltraud Gruber, Ludwig Hartmann, Green City Energie ©foto:Waltraud-Gruber

AmWindmessmast: Waltraud Gruber, Ludwig Hartmann, Green City Energie ©foto:Waltraud-Gruber

Am S-Bahnhof in Zorneding stand schon das Twike, das Elektrofahrzeug von Robert Winkler, für ihn bereit. Etliche kamen mit dem Fahrrad, Waltraud Gruber fuhr auf ihrem Elektroroller – und schon setzte sich die ungewöhnliche Gruppe in Bewegung und demonstrierte schon mal, dass die Mobilität der Zukunft vielfältig sein wird.

In Purfing am Waldrand standen für diejenigen, die elektro-mobil unterwegs waren, Räder bereit um zum Windmessmast im Ebersberger Forst zu radln. Dort trafen auch Interessierte aus Poing und Anzing ein.

am Windmessmast;©foto:Waltraud Gruber

am Windmessmast;©foto:Waltraud Gruber

 

Frau Sissi Großmann und Herr Dirk Woldrich von Green City Energy berichteten über den Stand der Windenergiemessungen im Ebersberger Forst. Der Messmast wurde im Zuge eines möglichen Windparks auf dem Gebiet der Bayerischen Staatsforsten im Ebersberger Forst installiert, um die Windhöffigkeit des Standortes zu bestimmen. Seit Fertigstellung des Masts im März 2013 wird nun für den Zeitraum eines Jahres die Windgeschwindigkeit gemessen  und  dokumentiert.  Auch Fledermaussensoren wurden angebracht. Auf Basis der ermittelten Daten kann dann die Rentabilität des Windstandortes ermittelt werden. Laut Herrn Woldrich wird dieses Ergebnis für ganz Oberbayern von Interesse sein, denn bisher gibt es dort zu wenige Kennzahlen. Während z.B. in Franken oder in der Oberpfalz Windparks mittlerweile zur Normalität gehören, ist Oberbayern diesbezüglich ein Schlusslicht. „Wenn erst einmal die ersten Windenergieanlagen auch hier in Betrieb sind, dann wird sich die Aufregung darüber schnell legen“, dessen ist sich Dirk Wodrich sicher.

Ludwig Hartmann und Robert Winkler im Twike;©foto:Günter_Glier

Ludwig Hartmann und Robert Winkler im Twike;©foto:Günter_Glier

Weiter ging es dann auf dem „Erneuerbare-Energien-Parcours“, den Gemeinderat Günter Glier in akribischer Feinarbeit zusammengestellt hatte. Ziele waren verschiedene Vorzeigeobjekte im Bereich erneuerbarer Energien.

Seit 30 Jahren pflanzt der Bund Naturschutz lebendige Maibäume. Besichtigt wurde der Maibaum in Purfing 2010 – eine Wildkirsche. Kurzen Halt machte die Gruppe am Klima-Walderlebnispfad im „Parsdorfer Hart“. Weiter ging es nach Baldham, wo das Solardach der Gliers besichtigt wurde. Hier und an anderen Stationen brachte Günter Glier Schautafeln an, an denen die genauen Daten und Hintergründe der jeweiligen Anschauungsobjekte nachgelesen werden konnten. Das Pfarrhaus von „Maria Königin“ besitzt seit 2002 eine 3,8 kW-Anlage, auf dem Kirchentag 2010 bekam der AK Schöpfung und Umwelt den 1. Preis „KlimaKultur“, überreicht vom Grünen Bundesvorsitzenden Cem Özdemir. Eine weitere Station war ein Blick auf das Solardach „Zum kostbaren Blut Christi“. Den Abschluss machte die Hackschnitzelanlage – jetzt Pellets – zur Nahwärmeversorgung der Wohnsiedlung an der Carl-Orff-Straße.

vor dem Ebersberger Forst;©foto:Günter_Glier

vor dem Ebersberger Forst;©foto:Günter_Glier

Endstation war die Gaststätte „Landlust“ am Reitsberger Hof mit seinen Solardächern und der Biogas-Anlage.

Dort folgte die Abendveranstaltung, die unter dem Motto „erneuerbare Energien in Bürgerhand“ stand – über sie wird gesondert berichtet.

Ludwig Hartmann genoss den Tag im Freien und war beeindruckt wie gut und kurzweilig diese gelungene Tour organisiert war: „von der S-Bahn abgeholt mit dem Twike, Bereitstellung von Rädern, Schautafeln und Planung der Tour – so etwas ist schon eine herausragende „Wahlkampfveranstaltung, die es andernorts nicht gibt.“ Ihm und den Teilnehmern habe es Spaß gemacht, im Freien auf Tour zu sein.

Der Spaßfaktor neben inhaltlichen und politischen Inhalten, das war auch das Anliegen von Waltraud Gruber, die in ihrem Wahlkampf einerseits auf die verschiedenen Aspekte einer nachhaltigen Klimapolitik eingehen will aber andererseits an passenden Orten im Freien allen Interessierten die Gelegenheit geben will sie persönlich kennen zu lernen und mit mir ihr ins Gespräch zu kommen. Das ist ihr bei der ersten Etappe gelungen.

 

Eine genaue Erläuterung von Günter Glier zum „Erneuerbare-Energien-Parcours“ lesen Sie hier.

 

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