Kastensee soll freien Zugang bekommen

Die Kreistags-Grünen setzen sich zusammen mit der SPD dafür ein, die Ufergrundstücke am Kastensee nicht zu verkaufen, wenn damit das Ziel eines freien Zugangs zum See aufgegeben wird. Ihr Anliegen ist es, ähnlich dem „Moosacher Bad“ am Steinsee, einen kostenlosen Zugang und auch eine Bademöglichkeit für Kurzbesucher zu ermöglichen.

Und das aus gutem Grund. Nicht umsonst sieht die Verfassung des Freistaates Bayern im Artikel 141 vor: „…Staat und Gemeinde sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen, Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten und allenfalls durch Einschränkungen des Eigentumsrechtes freizumachen sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen.“

Der Zugang zu den bayerischen Seen ist ein hohes Allgemeingut und sollte vorrangiges Ziel des Landkreises sein. Dafür setzen wir uns mit Nachdruck ein.

Weder SPD noch Grüne haben je das Wort ‚Deal‘ in diesem Zusammenhang verwendet. Uns waren in all unseren Statements stets die Naturschutz- und die öffentlichen Belange wichtig. Der Begriff „Kastensee-Deal“ wurde lediglich von der Presse geprägt.

In manchen Berichterstattungen wurde der Beschluss im Kreisausschuss vom 7.4.14 falsch wiedergegeben. Es wurde in der Ebersberger SZ berichtet, dass „die Liegewiese verkauft wird“, und das Grundstück vom Landkreis „veräußert“ wird.

Richtig ist, dass wir nach einer sehr ausführlichen, kontroversen und durchaus konstruktiven Debatte im Kreisausschuss einen Teilerfolg erreichen konnten. Es wurde schließlich mit 8:5 (also gegen unsere Stimmen) der Beschluss gefasst, dass der Landkreis lediglich grundsätzlich an einem Verkauf der Grundstücke interessiert ist. Einstimmig wurde daraufhin beschlossen, dass nachverhandelt wird und ein öffentlicher Zugang Bestandteil der weiteren Verhandlungen ist. Der Kreisausschuss wird erneut darüber beraten, bis es zur endgültigen Beschlussfassung kommt.

Es wird also ergebnisoffen nachverhandelt – der Verkauf wurde noch nicht beschlossen. Wir hoffen, dass dadurch doch ein freier Zugangs zum See geschaffen werden kann.

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