Hass ist keine Alternative

Die Grüne Kreistagsfraktion und der Kreisvorstand der Ebersberger Grünen sind erschüttert über die Morddrohungen, die an den Zornedinger Pfarrer Ndjimbi-Tshiende gerichtet wurden und ihn schließlich dazu veranlassten, seine Versetzung zu beantragen.

Fraktion und Vorstand stellen sich an die Seite des Pfarrers, der sich mutig gegen die Hetze von führenden Vertretern des CSU-Ortsverbandes Zorneding gewandt hat und erklären sich dazu öffentlich:

«Insbesondere die frühere CSU-Ortsvorsitzende Silvia Boher hat mit ihrer rechten Stimmungsmache Ausländerfeindlichkeit propagiert und unser gesellschaftliches Klima vergiftet.

Gegen ihre verbalen Entgleisungen wurde seitens der CSU viel zu halbherzig und viel zu spät Stellung bezogen. Durch das öffentliche Forum hat sich in Zorneding ein Nährboden für rassistisches Gedankengut breit gemacht – Pfarrer Ndjimbi-Tshiende wurde nun selbst zum Opfer des Hasses.

Wir sprechen Pfarrer Ndjimbi-Tshiende unseren Respekt aus. Wir verurteilen mit ihm rechte Gesinung und gewalttätiges Handeln und setzen uns kompromisslos ein gegen Intoleranz, Hass und Fremdenfeindlichkeit.

Wir fordern alle auf, mit uns für eine offene und humane Gesellschaft einzustehen.

Jetzt gilt es, Mensch zu bleiben!»

unterzeichnet:
Waltraud Gruber (für die Kreistagsfraktion)
Tobias Vorburg (für den Kreisvorstand)

Die Position der Landkreis-Grünen zum Thema Flüchtlinge lesen Sie hier.

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