Grüner Aschermittwoch in Grafing ein voller Erfolg

Margarete Bause, GRÜNE Spitzenkandidatin für den Landtag, war der Höhepunkt der Veranstaltung. Die Ebersberger KandidatInnen für die Wahlen 2013: Reinhard Oellerer (Landrat), Waltraud Gruber (Landtag), Birgit Woska-Mayer (Bezirkstag) und Stefan Kisters (Bundestag) unterhielten die rund 60 anwesenden Gäste mit Gedichten und Literatur aus Bayern für Bayern.

Margarete Bause und Waltraud Gruber

Margarete Bause und Waltraud Gruber

Eingangs schlüpfte Landratskandidat Reinhard Oellerer in die Rolle eines „Bürgers“, der die vier Landratskandidaten vorstellte. Alle Kandidaten bekamen ihr „Fett weg“ und Reinhard Oellerer sparte dabei nicht an Selbstironie.

Mit Gedichten und Literatur von Ludwig Thoma, Carl Amery, Karl Valentin, der Biermösl Blosn hatten die vier Grünen KandidatInnen, die abwechselnd oder gemeinsam rezitierten, eine ausgewogene Mischung aus ernst und heiter gefunden, um auf die Eigenarten der

Die Akteuere des Abends

Die Akteuere des Abends

Bayern einzugehen.

Wie in der „Eröffnungshymne“ von Ludwig Thoma, die seltsam aktuell anmutet: „Was ist schwärzer als die Kohle?…-Bayerns neues Parlament.“ In „Leb wohl du geliebtes Volk der Bayern“ von Carl Amery wird auf das „Revoluzzertum“ der Bayern eingegangen: „Also, dann machma halt a Revolution, damit a Ruah is!“

Reinhard Oellerer und Waltraud Gruber

Reinhard Oellerer und Waltraud Gruber

Das Thema „Fremde“ wurde zunächst heiter mit Karl Valentins „Die Fremden“ betrachtet, während beim „ Der Asylant“ der Biermösl Blosn die Fremdenfeindlichkeit deutlich wurde. Einen Abschluss fand das Thema Migration mit einem Zitat aus der Sendung „Quer“. Denn der gefährliche asiatische Laubholzbockkäfer, auch in Vaterstetten eingenistet hat, hat keine einheimischen Feinde. Der Käfer selbst (in Form eines Bildes) kam zu Wort: „ I bin del asiatische Laubholzbockkäfel – und do bin i dahoam!“

Stefan Kisters

Stefan Kisters

„Tschüß Bayernland“ der Biermösl Blosn zeigte auf, wie sich Bayern allmählich verabschiedet: von Auerhahn, Hollerstaudn und Schmied, dafür bekommen wir Autobahn, Thujenzaun und Gewerbegebiet.

Für die „Kapuzinerpredigt“ von Carl Amery schlüpfte Reinhard Oellerer extra in eine Mönchskutte. Es wurde ruhig und ernst im Raum, als der „Kapuzinermönch“ an uns appellierte: „Wenn alles beim alten bleibt, sind wir verloren“.

Einen positiven Abschluss gab es dann durch das Gedicht von Josef Widdmann „Werkdog“: d schdraß grau, d fabrik grau, da himme grau,…mia miaßn, sogda, auf an greana Zweig kema.“

Magarete Bause, Fraktionsvorsitzende im Landtag, war dann der mit Spannung erwartete Höhepunkt des Abends: „Man lernt doch nie aus. Zum Beispiel das schöne Wort Dipferlscheißer. Was ist eigentlich ein Dipferlscheißer? Ich hab mal recherchiert: Erbsenzähler, Korinthenkacker, kleinkarierter

Margarete Bause

Margarete Bause

Paragraphenreiter, geistiger Pfennigfuchser, Schnürsenkelbügler. So bezeichnet also unser Ministerpräsident seinen Koalitionspartner. Das sind die, mit denen er angeblich so vertrauensvoll und erfolgreich regiert. Die, mit denen er nach der Wahl gerne weiter regieren will. Das ist die Splitterpartei, die unterhalb des parlamentarischen Existenzminimums durch die Gegend schnorrt und jeden anhaut: haste mal ne Leihstimmen für mich?“ Laut Bause hat die CSU für die die Gegenwart und die Zukunft nichts zu bieten außer Großspurigkeit, völliger Beliebigkeit und Machterhalt um jeden Preis. Und natürlich noch die Einfalt eines Dobrinth oder die Schmuzeleien eines Söder oder die Chaosdiktatur eines Seehofer. Diese einst so unbezwingbare Partei muss sich heute von einer Dipferltruppe daran hindern lassen die Studiengebühren schnell noch vor der Landtagswahl abzuschaffen damit keiner

Banda Balorda

Banda Balorda

merkt, wer vor 6 Jahren die Abzocke bei den Studierenden eingeführt hat. Was für eine groteske und hochnotpeinliche Veranstaltung.

Weitere Themen sprach Margarete an, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen: direkte Demokratie („Beteiligung statt Bevormundung“), Schulpolitik („Wir wollen kein Grundschulabitur“), Klimapolitik („Politik für einen konsequenten und wirksamen Klimaschutz beginnt bei uns und nicht erst wenn alle mitmachen, die billigste Ausrede um sich aus der Verantwortung zu stehlen.“), Gleichberechtigung („Bayern gewinnt mit starken Frauen und einfühlsamen Männern“).

Margarete Bause kommt zu dem Schluss:“Schwarz-Gelb ist am Ende. Horst, der Polit-Hallodri, der jede Woche mit einer anderen Meinung durchs Land stolziert, Horst hat sich verzockt. …Bevor wir den Schwarzen noch länger mühsam Nachhilfe geben und sie trotzdem nicht kapieren, worum es wirklich geht, bevor die Stümpereien noch länger ertragen müssen, bevor wir noch mehr kostbare Zeit verlieren, dann machen wir es doch lieber gleich selbst! Wir haben die Konzepte, wir haben die Kompetenzen und die Köpfe. Und wir haben die Leidenschaft zu kämpfen und die Lust auf Veränderung. Wir sind bereit.

Mit mehr Grün ist mehr drin für Bayern!“

Die Musikalische Umrahmung von „Banda Balorda“ , die mit ausgezeichneter italienischer Musik unterhielt, rundete den unterhaltsamen Abend perfekt ab und bekam viel Beifall..

Die ausführliche Rede von Margarete Bause können Sie hier lesen.

 

©Fotos:Sebastian_Gruber

 

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