5. Etappe der Klimatour: Thema „industrielle Landwirtschaft/Vermarktung“

Die 5. Etappe fand am Wochenmarkt in Grafing statt. Der Markt war die passende Kulisse, um sich mit dem Thema „Landwirtschaft / Vermarktung“ zu befassen.

v.l. Waltraud Gruber, Dr. Michael Schulte Langforth, Dr. Christian Magerl;©foto:Sebastian_Gruber

v.l. Waltraud Gruber, Dr. Michael Schulte Langforth, Dr. Christian Magerl;©foto:Sebastian_Gruber

Die Hitzewelle rollte am Samstag gerade über Süddeutschland – auch das ein Zeichen der Klimaveränderung – da machte Waltraud Gruber mit etlichen Grünen auf den Zusammenhang von industrieller Landwirtschaft und Klimawandel aufmerksam. „Die Brisanz des Themas Emissionen aus der Landwirtschaft wird für den Klimawandel bisher leider noch viel zu wenig beachtet“, so Waltraud Gruber.

In der Landwirtschaft geht der Trend immer mehr zu Großbetrieben.

Auch im Landkreis Ebersberg wurden 2012 in 316 Betrieben 60.972  Geflügel für den Verzehr gehalten. In 245 landwirtschaftlichen Betrieben gab es insgesamt 36.761 Legehennen sowie  41.770 Rinder  und 9.480 Ferkel, Zuchtsauen und Mastschweine.

Mit einer plakativen Aktion wurde aufgezeigt wie grausam und verachtend die industrielle Tierproduktion ist. Die Grünen setzten sich Tiermasken auf und zeigten stellvertretend für Rind, Huhn und Schwein auf Schildern, was ihnen angetan wird (siehe Foto). Ein Banner wurde aufgerollt:

„Artgerecht statt massenHaft

Für eine ökologische, bäuerliche Landwirtschaft

Wochen-/Bio-/Regional-Markt statt Massenmarkt”

Der Wochenmarkt wurde deshalb für die Aktion gewählt, weil er aufzeigen soll, dass der bäuerlichen, ökologischen Landwirtschaft und der Regionalvermarktung als Gegenpol zur industriellen Landwirtschaft eine große Bedeutung zukommt: „Aus der Region – für die Region“.

Als Experten kamen Dr. Christian Magerl, der umweltpolitische und tierschutzpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion und Dr. Michael Schulte Langforth, Tierarzt und Grüner Stadtrat in Ebersberg.

In einer offenen Diskussionsrunde wurden die angeschnittenen Themen mit den Interessierten Passanten diskutiert.

Dann konnten noch alle am Wochenmarkt mit gutem Gewissen einkaufen und sich mit tiergerecht und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln fürs Wochenende versorgen.

 „Den Fortschritt einen Kultur erkennt man daran, wie ihre Tiere behandelt werden“ – Mahatma Gandhi.

 

 

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