Düstere Zeiten für die Windenergie in Bayern

Die CSU macht Ernst mit ihren Plänen die Windenergie in Bayern auszubremsen. Schon in ein paar Wochen sollen Bauprojekte nicht mehr genehmigt werden. Grünen-Fraktionssprecherin Waltraud Gruber spricht von einer „doppelten Vollbremsung, sowohl durch den Genehmigungstopp für Windräder, als auch durch die Beschränkung der EEG-Vergütung auf ertragreiche Standorte im Norden Deutschlands.

Damit werden, so Gruber, alle BürgerInnen abgestraft. Direkt betroffen sind diejenigen, die sich für die Energiewende aktiv eingebracht haben. Oft durch ehrenamtliche Arbeit oder zum Teil durch erhebliche finanzielle Vorleistungen. Indirekt durch die finanziellen Aufwendungen der Kommunen.

Besonders fatal sind die Auswirkungen für den Landkreis Ebersberg.

Die Kommunen des Landkreises haben gemeinschaftlich weit mehr als 100.000 € investiert um Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen auszuweisen.

Auch die CSU hat der Konzentrationsflächenplanung zugestimmt!

Dieser Konzentrationsflächenplanung haben alle Parteien im Landkreis zugestimmt, auch die CSU. Mit dem von Ministerpräsident Seehofer durchgeboxten Baustopp ist nunmehr die gesamte Planung des Landkreises über Bord geworfen. Für die solide Planung von Windenergieanlagen im Ebersberger Forst wurde ein Probemessmast installiert. Alleine für die Aufstellung dieses Messmastes wurden ca. 200.000 € ausgegeben. Nun wohl umsonst. Unternehmerisches Risiko! wie Frau Haderthauer zynisch ausführt.

Energiegenossenschaften brauchen Planungssicherheit.

Abgestraft werden auch die BürgerInnen, die sich in den landkreisweiten Energiegenossenschaften ideell und finanziell eingebracht haben. Für Waltraud Gruber, selbst im Aufsichtsrat der landkreisweiten Energiegenossenschaft BEG, eröffnet die Energiewende auch die Chance, die Energieversorgung zurück in Bürgerhand zu gewinnen und lokale Wertschöpfungspotenziale zu eröffnen. Auch die zahlreichen bayerischen Unternehmen, die mit Windenergieprojekten ihr Geld verdienen und Arbeitsplätze sichern, haben „einen kräftigen Dämpfer bekommen“, so Gruber. Gewonnen haben wohl die großen Energieversorger wie Bayernwerke oder RWE, die vollkommen intransparent und mit staatlichen Fördermitteln Unsummen an Geld verdienen.

Die Versorgung muss auch in Zukunft gewährleistet werden.

Was wir brauchen, sind dezentrale Energien, die eine Versorgungssicherheit gewährleisten können. Eine Palette von Maßnahmen, zu der der regionale Ausbau der Windenergie genauso gehört wie ein Mix aus anderen alternativen Energiequellen sowie der Netzausbau, die Bereitstellung von Speicherkapazitäten  und Lastmanagement. Nur so kann die Energieversorgung der Zukunft gewährleistet werden. „Die Energiewende muss gelingen, sie ist die Daseinsvorsorge für uns alle“, so Gruber

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