2. Etappe der Klimatour zu “Mobilität”: Gespräche am Bahnhof

Der Bahnhof von Markt Schwaben war der passende Ort für die zweite Etappe der Klimatour der Landtagskanditatin Waltraud Gruber. Ging es doch um bessere Verkehrskonzepte und zukunftsfähige Mobilität!

v.l.: Helga Stieglmeier, Thomas Mütze, Waltraud Gruber

v.l.: Helga Stieglmeier, Thomas Mütze, Waltraud Gruber

Unterstützung bekam Waltraud Gruber von den Ortsvereinen der Grünen Markt Schwaben und Poing. Doris Seibt, stellte Brezen und Apfelschorle bereit. So verköstigt und gegen die Hitze immunisiert, zeigten sich viele der ankommenden Pendler bereit, an einer offenen Gesprächsrunde teilzunehmen.

Die war mit ausgewählten ExpertInnen hochkarätig besetzt:

Thomas Mütze, Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, beschrieb die Grüne Position zum Thema „Mobilität der Zukunft“ und kritisierte den stockenden Bahnausbau München-Mühldorf.  

Helga Stieglmeier, Direktkandidatin der Erdinger Grünen und von den Ebersberger Grünen als Zweitstimmenkandidatin empfohlen, kam mit dem Zug aus Erding. Neben der Bahnstrecke München-Mühldorf, verbindet beide Landkreise auch die unrühmliche im Bau befindliche Isentalautobahn. Als Sprecherin der Bürgerinitiative „Aufgemuckt“ erinnerte sie an den gewonnen Bürgerentscheid in München gegen die 3. Startbahn: „Passt´s auf, für welche Politiker auch nach einem Jahr der Bürgerwille noch zählt – jetzt wo neu gewählt wird!“.

Klaus Breindl, ist Gründer der Autoteiler im Landkreis und beantwortete viele Fragen zu seinem Spezialgebiet „Carsharing“.

Ilke Ackstaller und Uwe Peters (selber Autoteiler) konnten über das Mobilitätskonzept des Landkreises Ebersberg Auskunft geben.

Herbert Rauch, und Mitglied des Agenda 21 – Arbeitskreis Verkehr, stellte einen von ihm verfassten Radlführer vor. Gern wurde Einsicht genommen in die Touren, die er beschreibt. Demnächst wird sein neuer „Biergarten-Radlführer“ aufgelegt.

Norbert Berger, erster Vorsitzender des ADFC in Ebersberg, berichtete über die Aktivitäten des „Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs“, wie zum Beispiel die geführten Radtouren durch den Landkreis.

Manche Pendler wollten bei dem schönen Wetter gleich nach Hause, andere nahmen die Gelegenheit gerne wahr, mit der Landtagskandidatin der Grünen und mit den anwesenden Experten weiter ins Gespräch zu kommen. Insgesamt eine erfolgreiche und ungewöhnliche Aktion.

Thomas Mütze zeigte sich beeindruckt, „wen die Waltraud alles kennt!“

Am Ende gab es noch einen Rundgang durch den Markt Schwabener Bahnhof, der allseits ungläubiges Staunen provozierte:

Ein Lift führt dort in die Tiefe – wo für Menschen mit Behinderungen der Weg denn auch endet, weil es keinen Aufzug nach oben gibt! Ein „Schildbürgerstreich“ – so Waltraud Gruber. Laut Thomas Mütze müsste endlich die Barrierefreiheit auch in Markt Schwaben angegangen werden.

Toiletten gibt es keine, wohin dann mit den Bedürfnissen? Die Frage blieb offen.

Etliches wäre also noch zu verbessern am Bahnhof in Markt Schwaben.

Alle waren sich einig, dass eine gute Infrastruktur für Mobilität nicht eine Frage des Geldes, sonderneine Frage der Prioritäten ist. „Mobilität ist viel mehr als Autos und Straßenbau. Zukunftsorientierte Mobilität bedeutet die Verzahnung verschiedenster Mobilitätsformen und Beteiligungsformen, so Waltraud Gruber.

Die 2. Etappe der Klimatour gab dazu etliche Anregungen.

Diskussionen

Diskussionen

mit Thomas Mütze

mit Thomas Mütze

...hinauf geht es dann nur mehr zu Fuß.

…drüben hinauf geht es aber dann nur mehr zu Fuß.

2013-06-18 3_(12)_g

nicht barrierefrei

die früheren Toiletten sind schon längst nicht mehr in Betrieb

die früheren Toiletten sind schon längst nicht mehr in Betrieb

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