„B15 neu“ noch nicht vom Tisch, aber erste Eingeständnisse

Weil sich der Gemeinderat Aßling auf Antrag der Grünen erneut gegen die „B15 neu“ ausgesprochen hatte, hat sich Dorothee Bär, die parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, in einem Schreiben an die Gemeinde Aßling gewandt.

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„Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat anscheinend seine Hausaufgaben nicht richtig gemacht, sonst hätte er die knapp 400 angemeldeten Projekte aus Bayern für den Bundesverkehrswegeplan aus Berlin nicht zur nochmaligen Einschätzung zurück bekommen“, so Gemeinderätin Gruber.

Der richtige Zeitpunkt also, den geplanten 4-streifigen Neubau der B 15 zwischen Landshut und Rosenheim zu überdenken. Denn ein sanfter Ausbau der „B 15 alt“ mit sinnvollen Ortsumgehungen und teilweisen 3-streifigem Ausbau kann zeitnah erfolgen. „Dadurch würde bei erheblich geringeren Kosten die Verkehrssicherheit schnell verbessert, sowie die Belastung der Bevölkerung in wenigen Jahren reduziert werden“, so Gemeinderat Konrad Eibl.

Gruber ist sehr froh über den Aßlinger Beschluss. Insbesondere, dass die „B15 neu“ grundsätzlich ablehnt wurde und damit die Solidarität gegenüber den Nachbargemeinden deutlich gemacht wurde. Denn wichtig sei es, so Gruber, sich von kommunaler Seite zu melden und zu versuchen Einfluss auf die Landes- und Bundepolitik zu nehmen.

Dass diese Botschaft dort angekommen ist, zeige das Antwortschreiben von Staatssekretärin Bär. Neben vielen Allgemeinplätzen zum Bundesverkehrswegeplan insgesamt, wird im vorletzten Abschnitt auf die Forderung nach einem lediglich abschnittweisen, dreistreifigen Ausbau der B 15 positiv eingegangen und als mögliche Alternative in Betracht gezogen. Das zeigt, dass die Aktionen und die kommunalpolitischen Forderungen, die überall entlang der B15 stattgefunden haben, nicht ohne Wirkung geblieben sind.

Für Gruber ist das ein erstes Eingeständnis. Aber vom Tisch sei die Planung einer Autobahntrasse leider immer noch nicht, wie das Schreiben zeigt. Denn Angaben über Straßenführung und Trassenverlauf – und damit über den Umfang des Ausbaus – bleiben unkonkret. Doch „steter Tropfen höhlt den Stein“ – wenn sich die Gemeinden und die Bürgerinnen und Bürger weiterhin einmischen, dann kann eine Autobahn „B 15 neu“ hoffentlich verhindert werden, so Gruber.

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