Aufstellungsversammlung der Aßlinger Grünen

16 KandidatInnen und zwei Ersatzkandidaten haben die Aßlinger Grünen einstimmig für die anstehende Gemeinderatswahl nominiert. Je acht Frauen und acht Männer teilen sich die Listenplätze. Viele der KandidatInnen sind schon langjährig bei der Tafel, den Agenda-Arbeitskreisen sowie in der Kommunalpolitik aktiv oder haben sich bei der Ausarbeitung des Leitbildes engagiert. Besonders erfreulich ist, angeregt durch die letzte Bürgermeisterwahl, dass neues Interesse zum kommunalpolitischen Engagement geweckt wurde.

 

2014-01-10 Aufstellungsversammlung_Aßling (500 MB)Spitzenkandidat und Ortsvorstand Konrad Eibl blickte einleitend auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Neben Veranstaltungen zur Energiewende oder der Ausarbeitungen von Anträgen zu den Themen B15 neu, zum Bahnhof oder aktuell zum Behördenfunk, war 2013 auch von zahlreichen Wahlen geprägt. Zur Landratswahl, Bezirkstags- Landtags- und Bundestagswahl und der Bürgermeisterwahl waren Infostände, Plakatierungen und Veranstaltungen zu organisieren. Aufbauend auf gute gemeinsame Erfahrungen zum erfolgreichen Volksbegehren gegen die Studiengebühren wurde auch bei der Bürgermeisterkandidatensuche auf Zusammenarbeit zwischen GRÜNEN, SPD und Freien Wählern gesetzt. „Offensichtlich schätzen dies auch die Wähler. Die richtige Entscheidung für Hans Fent bestätigt sich täglich, denn er arbeitet die anstehenden Themen engagiert und sachorientiert ab“, so Eibl.

Ursula von Berg, Co-Vorsitzende der Aßlinger Grünen, kandidierte auf Platz 2. Sie griff einige Schwerpunkte des Wahlprogramms auf. Dieses wird sich am Aßlinger Leitbild und der kommunalpolitischen Erklärung der Grünen orientieren. „Wichtig für die nächsten Jahre wird sicherlich das Thema Verkehr sein. Ein Ort lebt davon, dass die Bürger sich gerne im Ort bewegen.“ Neben Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer sei eine Strategie in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden notwendig, um dem steigenden Durchgangsverkehr entgegen zu wirken und den vielen Pendlern sinnvolle Alternativen anzubieten. Den Bau der B15 neu lehnen die Grünen ab und die Planung zum Brennerbasistunnel werden sie kritisch begleiten. „Beim ÖPNV gebe es Verbesserungsbedarf, dies zeige sich aktuell an den Problemen bei der Buslinie 444“, so von Berg.

Konrad Eibl, langjährig aktiv im Agenda-Arbeitskreis Energie und zehn Jahre lang Organisator des Wettbewerbes für nachhaltiges Bauen, stellte die Energiewende in den Vordergrund. „Leider wird der Umstieg auf Erneuerbare Energien auf Bundes- und vor allem auf Landesebene derzeit unter völlig falschem Vorzeichen diskutiert. Deshalb ist es umso notwendiger vor Ort ökonomisch und ökologisch sinnvolle Vorschläge auszuarbeiten und umzusetzen. Dass Konrad Eibl Theorie und Praxis beherrscht, davon kann sich jeder am neuen Spielplatz überzeugen, wo er die Bänke und Tische auf ehrenamtlicher Basis geplant und gebaut hat.

Auf Platz 3 wurde die Erzieherin Gabriele Gehringer gewählt, die zum harten Kern des Ortsverbands gehört und diesen entscheidend mitgeprägt hat. Motiviert durch den neuen Schwung im Rathaus entschieden sich unter anderem Tilman Rieger (4), Birgid Baumann(5), Franz Huber (6) und Margarita Karger(7) auf der Liste zu kandidieren.

Mit einem Wortspiel stellte sich Tilman Rieger vor, denn er habe als „begeisterter Radfahrer Erfahrung mit Rückenwind“. Er ist im Radrennsport aktiv und organisiert als stellvertretender Leiter die Bayern-Rundfahrt. Auch für die „Tafel“ und im Natur- und Tierschutz setzt sich Tilmann Rieger aktiv ein. Birgid Baumann und Franz Huber zeigten sich von der Aufbruchsstimmung angetan und fanden es jetzt den richtigen Zeitpunkt sich zu engagieren. Dies bestätigte auch Margarita Karger. Sie hat den Agenda-Arbeitskreis Natur / Umwelt / Landwirtschaft mit begründet und vor einigen Jahren die Gestaltung der Agenda-Seiten der VG-Nachrichten von Konrad Eibl übernommen. Zuletzt hat sie zusammen mit Conni Lang (13), die ebenfalls auf der Liste ist, die Wildblumenflächen in Aßling initiiert.

Waltraud Gruber, GRÜNE Spitzenkandidatin auf der Kreistagsliste, kandidiert auf Platz 9. Sie wurde bei der zurückliegenden Landtagswahl von den AßlingerInnen mit 21% gewählt. Erfreut und angespornt durch dieses Ergebnis möchte sie sich für Aßling mit ihrer kommunalpolitischen Erfahrung einbringen. Sie zählt wohl zu den bekanntesten und erfahrensten Grünen im Landkreis und ist seit 30 Jahren Kreisrätin und war zudem sowohl Mitglied im Gemeinderat als auch im Bezirkstag.

Jakob Gruber ist mit 23 Jahren der jüngste auf der Liste. Er wurde noch einen Platz vor seiner Mutter nominiert, damit auch jüngere Menschen zum Zug kommen. Er sorgt zusammen mit Kai Elfering auf Platz 11 für den frischen Wind auf der Liste. Jakob Gruber ist wohl etlichen durch seine aktive Mitgliedschaft im TSV als Fußballer der A-Klasse der Herren bekannt.

Ausgeklungen ist die Aufstellungsversammlung der Grünen mit einem kleinen Büffet aus Biobrot, veganen Aufstrichen und Bio-Prosecco. Es wurde viel gelacht und angeregt diskutiert. Alle zeigten sich zuversichtlich bei den Gemeinderatswahlen gut abzuschneiden, um die weitere Entwicklung Aßlings positiv mitgestalten zu können.

Kandidatenliste Grüne / Gemeinderatswahlen 2014:

  1. Konrad Eibl
  2. Ursula von Berg
  3. Gabriele Gehringer
  4. Tilman Rieger
  5. Birgid Baumann
  6. Franz Huber
  7. Margarita Karger
  8. Jakob Gruber
  9. Waltraud Gruber
  10. Helmut von Berg
  11. Kai Michaela Elfering
  12. Klaus Gehringer
  13. Cornelia Lang
  14. Götz Köhler
  15. Waltraud Lichtenberg-Elfering
  16. Andreas Spiegl

Ersatz: Sebastian Gruber, Rainer Krohn

Einen Bericht der Ebersberger Zeitung über die Aufstellungsversammlung lesen Sie hier.

 

 

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