Auf Antrag der Grünen: Leitziele für nachhaltiges Bauen verabschiedet

„Ein Meilenstein ist erreicht“, so Kreis- und Bezirksrätin Waltraud Gruber: „Es hat lange gedauert, es hat viel Mühe, Ausdauer und Beharrlichkeit gekostet, aber letztendlich verabschiedete sowohl der Liegenschaftsausschuss des Kreistages als auch der Ausschuss für Bau, Umwelt und Energie des Bezirkstages Oberbayern Richtlinien für energieeffizientes, wirtschaftliches und nachhaltiges Bauen. Das ist ein großer Erfolg!

Energiesparen©Rainer_Sturm;pixelio.de

Energiesparen©foto:Rainer_Sturm / www.pixelio.de

Schon im März 2010 stellte Fraktionssprecherin Waltraud Gruber sowohl im Bezirkstag, als auch im Kreistag Ebersberg Anträge, um „Leitlinien zum energieeffizienten, wirtschaftlichen und nachhaltigen Bauen der Liegenschaften“ zur erarbeiten. Dazu hatte sie umfangreiche Positionspapiere als Arbeitsgrundlage eingereicht.

Nach vielen Sitzungen und Besprechungen, nach mühsamer Überzeugungsarbeit und vielen Gesprächen mit den anderen Parteien ist ein wichtiges Ziel erreicht: Fast zeitgleich haben Bezirks- und Kreistag zusätzliche energetische Standards und weitere Kriterien für nachhaltiges Bauen festgelegt – ergänzend zu den schon bestehenden rechtlichen Maßstäben bei Bauvorhaben. Damit wurden erstmals für den Verantwortungsbereich der beiden kommunalen Gremien Richtlinien festgeschrieben, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, Ressourcenschutz zu betreiben und nach den Prinzipien einer umfassenden Nachhaltigkeit zu handeln.

Im Landkreis Ebersberg: „Leitziele für energieeffizientes, wirtschaftliches und nachhaltiges Bauen“

Im Bezirkstag Oberbayern: Übernahme der „Energiestandards für staatliche Gebäude“ des Freistaates Bayern.

In beiden Richtlinien wurden folgende Kriterien festgelegt:

  • Für Neubauten als Minimalanforderung der Passivhausstandard und für Sanierungen eine Unterschreitung der Energieeinsparverordnung 2009 um mindestens 30%.
  • Bei Heizungsanlagen kommen grundsätzlich erneuerbare Energien zum Einsatz.
  • Als Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist eine lebenszyklische Gesamtkostenbetrachtung vorgesehen.
  • Als Baustoffe sind nachhaltige Produkte zu verwenden.
  • Auf eine flächenschonende Bauweise ist zu achten.

In der Politik braucht man einen langen Atem. Zwar hat Waltraud Gruber zwischenzeitlich schon fast nicht mehr an eine Umsetzung ihres Antrags geglaubt, aber jetzt ist doch ein sehr positiven Ergebnis entstanden.  „Gut Ding braucht Weile.“

Geholfen hat auch, weil Gruber einzelne Mitglieder anderer Parteien vom Sinn ihres Antrages überzeugen konnte, und weil Hans Gröbmayer, der Klimaschutzmanager des Landkreises Ebersberg, sich mit großem Engagement dafür eingesetzt hat. So wurden die Richtlinien in beiden Gremien letztendlich einstimmig verabschiedet.

Das ist ein Gewinn für uns alle!

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