Antrag an den Kreistag: Anpassungsstrategie an den Klimawandel entwickeln

Der Kreistag sollte darauf vorbereitet sein, dass auch im Landkreis Ebersberg mit den Folgen des Klimawandels zu rechnen ist. Kommunen gehören zu den Schlüsselakteuren bei der Entwicklung von Anpassungsstrategien und der Umsetzung von präventiven Maßnahmen . Diese müssen mit und in den Kommunen entwickelt werden. Nach Ansicht der Grünen Kreistagsfraktion sollte der Landkreis Ebersberg eine Vorreiter-Rolle einnehmen.

Mit der Verabschiedung des Aktionsprogramms 2030 hat sich der Landkreis Ebersberg verpflichtet auf seinem Gebiet durch Energieeinsparung und die Verwendung erneuerbarer Energien in erheblichem Maße zur Reduktion des Ausstoßes klimaschädlicher Gase beizutragen. Diese Klimaziele wurden im April 2015 durch den Kreistag bestätigt, präzisiert und erweitert.

Trotz aller Bemühungen sagen wissenschaftliche Prognosen aber einen deutlichen Anstieg der Durchschnittstemperaturen voraus, mit erheblichen Einflüssen auf unser Klima.

„Manchmal wird der Eindruck erweckt, dass der Klimawandel noch sehr fern ist und uns in Deutschland kaum betrifft. Dabei sind schon heute weitreichende Klimaänderungen zu beobachten – auch hierzulande. In Zukunft werden sich der Klimawandel und seine Folgen noch verstärken. Es ist daher wichtig, dass wir uns rechtzeitig und effizient anpassen.“ (Zitat: Website Umweltbundesamt).

Kommunen sind in besonderem Maße von den Folgen des Klimawandels betroffen; sie betreffen nicht nur die Gesundheit von Mensch und Tier, sondern auch kommunale Infrastruktur. Bisher als „Wetter-Kapriolen“ bezeichnete Ereignisse werden nach wissenschaftlichen Prognosen in erheblichem Maße zunehmen und große Auswirkungen auf Infrastruktur und Organisation haben:

  • Lange Hitzeperioden werden z.B. an Landwirtschaft und Gebäude-Dämmung große Anforderungen stellen.
  • Die damit verbundenen Trockenperioden stellen Land- und Forstwirtschaft sowie die Trinkwasser-Versorgung vor erhebliche Herausforderungen.
  • Wir müssen mit einer Zunahme von unwetterartigen Niederschlägen rechnen, die etwa von intelligenten Wasserrückhalte-Maßnahmen und Rettungsmannschaften bewältigt werden müssen.
  • Wegen zunehmender Starkwind-Ereignisse muss viel häufiger mit Schäden an Gebäuden und blockierten Verkehrswegen gerechnet werden.

Das Umweltbundesamt hat in mehreren Pilotprojekten Kommunen bei der Erstellung von Aktionsplänen und Einzelmaßnahmen zu den Folgen des Klimawandels unterstützt, darunter auch mindestens einen Landkreis. Diese Erfahrung und Kompetenz sollte der Landkreis Ebersberg nutzen; die Einladung von ReferentInnen ist ein sehr einfacher Einstieg in die Problematik und kann uns bei der Beurteilung über die Notwendigkeit und das Ausmaß weiterer Maßnahmen helfen.

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