7. Etappe der Klimatour “Wälder als Klima-Senke”

Die 7. Etappe der Klimatour von Landtagskandidatin Waltraud Gruber fand im Biergarten Hubertus im Ebersberger Forst statt. Die Wälder und das globale Klima sind eng miteinander verknüpft. Bis zu 20 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen stammen aus der Vernichtung von Wäldern. „Ein nachhaltig bewirtschafteter Forst kann entscheidend zur Bindung von CO2 beitragen“ führte Gruber aus. Der Einsatz von einheimischem Holz als Baustoff wie auch als Energieträger wirke sich positiv auf das Klima aus.

Waltraud Gruber und Christophr Schulze im Biergarten Hubertus

Waltraud Gruber und Christopher Schulze im Biergarten Hubertus

Nach der Begrüßung der Gäste gab Waltraud Gruber einen Rückblick über die sieben Etappen ihrer Klimatour. Rundum gelungen seinen diese so verschiedenen Stationen gewesen, die sich mit Erneuerbaren Energien, Mobilität, Ernährung, Energiesparen, Industrieller Landwirtschaft, Moore als natürliche CO2-Speicher und Wälder als Klimasenke befassten.

Der Ortsverein der Ebersberger Grünen feierte zeitgleich sein Sommerfest und so gab es im Selbstbedienungsteil des Biergartens mitgebrachte

Waltraud Gruber und Christopher Schulze

Waltraud Gruber und Christopher Schulze

Speisen, viel vegetarisches: saisonal, regional und wohlschmeckend.

Als Referenten konnte Waltraud Gruber Christopher Schulze, Student der Forstwissenschaften in Weihenstephan, gewinnen, der fachlich fundiert und spannend auf die Klimaschutzfunktion der Wälder einging.

Klimaschutzfunktion

Früher wurde dabei an die Regulierung der lokalen Witterung in Bezug auf Temperatur und Luftaustausch gedacht. In den letzten Jahren sei allerdings die Funktion der Wälder als wichtigster Kohlenstoffspeicher deutlich in den Vordergrund gerückt.

Christopher Schulze referiert über Wald als Klimasenke

Christopher Schulze referiert über Wald als Klimasenke

Wälder entziehen bei der Photosynthese der Atmosphäre ständig Kohlenstoff und bauen diese dauerhaft in die Pflanzenmasse ein. Wird in Wäldern Pflanzenmasse aufgebaut, so wirken diese als Kohlenstoffsenke, kommt es zu einem Abbau der Pflanzenmasse (z. B. durch Brandrodung), können Wälder auch als Kohlenstoffquellen wirken.

Weiter ging Christopher Schulze in Bezug zum Wald auf die Themen Klimaerwärmung, Holzbedarf, Klimaschutzfunktion, Brandrodung, Grundwasserschutz, Hochwasserschutz, Waldsterben sowie Erholungsraum ein.

Batnight

Das Datum der 7. Etappe fiel auf die „Batnight“, die internationale Fledermausnacht. Das war kein Zufall. Denn „die Fledermäuse gehören zum Ökosystem Wald und das Thema Wald muss immer im Zusammenhang mit seinem Ökosystem betrachtet werden“, so Waltraud Gruber. Deshalb war es auch so passend, dass die Biologin Frau Ursula Kunz über die Fledermäuse im Ebersberger Forst berichtete.

Die Bioligin Frau Ursula Kunz weiß viel über Fledermäuse zu berichten

Die Bioligin Frau Ursula Kunz weiß viel über Fledermäuse zu berichten

Sie hatte viel Anschauungsmaterial mitgebracht und stellte unsere heimischen Fledermausarten vor. Die bedeutendsten Fledermausarten im Ebersberger Forst sind die Bechsteinfledermaus, die Mopsfledermaus und der große Abendsegler. Die sehr seltene Bechsteinfledermaus ist auch der Grund, warum weite Teile des Ebersberger Forsts als FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet) ausgewiesen wurde.

Zur angekündigten Fledermauswanderung kam es dann leider nicht mehr, weil Gewitter aufzog und Regen einsetzte. Und bei Regen gehen die Fledermäuse nicht auf die Jagt und bleiben in ihren Höhlen und Nischen.

Schaurig schön war es, als der Sturm Tosen in den Wipfeln der Bäume erzeugte und zeigte, wie gewaltig die Natur im Wald sein kann! Und so kam die letzte Etappe der Klimatour von Waltraud Gruber zu einem stürmischen Ende, auch im wörtlichen Sinne.

 ©fotos:Sebastian_Gruber, Bettina_Goldner und Günter_Glier

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