4. Etappe der Klimatour: Thema Energiesparen – homestory

Das „Herzstück“ der Klimatour von Waltraud Gruber war auch ihre persönlichste Etappe. Weil die Sanierung im Bestand die schwierigste Aufgabe beim Thema Energiesparen ist, war das Anschauungsobjekt ihr eigens Wohnhaus in Aßling, das 1929 erbaut wurde und nach hohen energetischen und baubiologischen Standards saniert wurde. Die Energieversorgung erfolgt zu 100% aus erneuerbaren Energien.

4. Etappe der Klimatour

4. Etappe der Klimatour

Viele Interessierte folgten ihrer Einladung. Zusammen mit den ausführenden Handwerkern, konnte die Landtagskandidatin anschaulich zeigen, was möglich ist, welche Hürden zu nehmen waren, wie ansprechend das Ergebnis ist.

Auf eigens aufgestellten Schautafeln platzierte Waltraud Gruber Fotos von 1984 bis jetzt. „Eigentlich bauen wir ständig an unserem Haus, seitdem wir es 1984 übernommen haben“, so Waltraud Gruber.

Sebastian und Waltraud Gruber ließen sich dabei stark von Dieter Wieland leiten, der mit seinem Buch „Bauen und bewahren“ eindringlich auf das Erhalten der Bausubstanz und der alten Baustile einging. Das einerseits aus optischen und traditionsbewussten Gründen, aber auch aus energetischen Gründen. Denn wird ein Haus abgerissen und ein neues gebaut, bedeutet das einen ungeheuren Energieverbrauch, den auch ein Passivhaus während seiner Lebensdauer nicht mehr ausgleichen kann.

So ist das Aßlinger Wohnhaus zu einem Schmuckstück geworden, das einerseits den Baustil eines im Alpenland vorkommend „Kniestockhauses“ hat, andererseits energetisch mit dem Standard von energieeffizienten Neubauten leicht stand halten kann. Zum Einsatz kamen dabei ausschließlich baubiologisch einwandfreie und nachhaltige Baustoffe.

Zu sehen waren auch Thermographie-Aufnahmen aus dem Jahr 2008. Diese gaben dann den letzten „Kick“ die Sanierung in Angriff zu nehmen. „Wir konnten von außen sehen, wo unsere Wärmewände waren, das machte uns dann die Entscheidung leicht“, so die Landtagskandidatin.

2010 begann dann die große energetische Sanierung und sie zeigte, dass Sanierung im Bestand kein leichtes Unternehmen ist und mit vielen Unannehmlichkeiten und Unwägbarkeiten verbunden ist. Anschaulich war das auf den Bildern der Baustelle, die fast den ganzen Sommer über dauerte, zu sehen.

Weiter präsentierte Waltraud Gruber eine Zusammenstellung der Maßnahmen und Erfolge: ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,195 W/(m2K), den Jahresprimärenergiebedarf eines KfW 70 Effizienzhauses (kleiner 49,67 Wh/m2), den Verbrauch der neuen Pelletsheizung (mit Solarunterstützung) im Vergleich zum vorherigen Gasverbrauch (Einsparung 56%), Daten der Solaranlagen von 2002 und 2010, Ökostrombezug (Naturstrom AG ab 2000) und 100% Biogas fürs Kochen (Naturstrom AG). Sogar aufführen konnte sie, woher das Biogas stammt: aus Klärgasen einer Klärgasverwertungsanlage und aus organischen Reststoffen und Gülle. Keine Energiepflanzen werden also beim Kochen der Familie Gruber verbraucht – weil sie diese Pflanzen lieber isst, als verheizt, so Gruber.

Die beteiligten Handwerksbetriebe waren anwesend und standen für Auskünfte bereit:

  • Heizung + Warmwasserkollektor: Fa. Hofmüller, Heizung Sanitär, Obstätt
  • Fassadendämmung: Fa. Lindauer, Zimmerei und Holzausbau, Griesstätt
  • Holz- und Bautenschutz: Konrad Eibl, Aßling
  • PV-Anlage: Fa. Elektro Wieser, Frauenneuharting

2009 stellte Waltraud Gruber im Kreistag und Bezirkstag Anträge auf „Leitlinien für nachhaltiges Bauen“. Darin forderte sie, dass bei den Liegenschaften die energetischen Sanierungsmaßnahmen über den gesetzlich geforderten Werten liegen sollen. Selbstverständlich war es dann auch für die Familie Gruber, diese geforderten Werte in ihrem Haus auch einzuhalten. Das ist ihnen gelungen und auch die GRÜNEN Anträge sind nach zähem Ringen in ihrem Sinne umgesetzt.

 

An Schautafeln wurde der Baufortgang dargesellt...

An Schautafeln wurde der Baufortgang dargesellt…

 

...reges Intresse bei der Präsentation...

…reges Intresse bei der Präsentation…

...viele Gespräche ergaben sich mit den ausführenden Handwerkern...

…viele Gespräche ergaben sich mit den ausführenden Handwerkern…

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…es wurde viel diskutiert…

 

 

 

..das Dach bewundert...

..das Dach bewundert…

 

...es wurde viel nachgefragt...

…es wurde viel nachgefragt…

 

 

 

Schautafel 1

Schautafel 1

 

19

Schautafel 2

 

 

...dann sind alle wieder heim gegangen...

…dann sind alle wieder heim gegangen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©foto:Sebastian_Gruber

©foto:Sebastian_Gruber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

alle Fotos:©foto:Sebastian_Gruber

Nachträgliche Anmerkung: Waltraud und Sebastian Gruber wurden 2013 mit dem Energiepreis des Lankreises Ebersberg ausgezeichnet und 2015 mit dem Energiepreis der Gemeinde Aßling.

 

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