30 Jahre Grüne Kommunalpolitik im Landkreis Ebersberg – ein Rückblick und ein Ausblick

Als dienstälteste grüne Kommunalpolitikerin des Landkreises begrüßte Waltraud Gruber rund 50 Gäste im Grafinger Heckerbräu zur Feier „30 Jahre Grüne Kommunalpolitik im Landkreis Ebersberg“. Mit einer unterhaltsamen Präsentation beleuchtete Waltraud Gruber die Anfänge und die stetige Entwicklung der Grünen, die die politische Landschaft in Deutschland, aber auch in Ebersberg erheblich geprägt haben.

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Sieben Mitglieder gründeten vor 36 Jahren den Kreisverband der Grünen im Landkreis. Damals hießen sie noch AUD/Die Grünen. Sie nannten sich die Unabhängigen. Die Ziele waren: „Schutz des Lebens, Sicherung des Friedens, die Wirtschaft muss den Menschen dienen, Volksherrschaft statt der Herrschaft des Geldes, echte Gleichberechtigung der Frau.“

Conni und Alexander Wilken, Sebastian Gruber, Gertrud und Reinhard Höpfner und Georg Schweiger waren die ersten „Grüne Exoten“ in Ebersberg, letztere sind bis heute politisch aktiv. „Wir hatten unsere Ideale, unsere Ideen und Träume und wir lebten sie auch. Wir haben Brot gebacken, stellten Käse her, bastelten Sonnenkollektoren im Garten, machten Sauerkraut ein, bauten unser Gemüse in Hügelbeeten an, vermieden Müll, den Rest sammelten wir, obwohl es noch kaum Entsorgungsmöglickeiten gab“, erinnerte sich Waltraud Gruber.

Der Kreisverband nahm an Mitgliedern zu und setzte sich mit der Aufrüstung, der Atomkraft, der

Landwirtschaft und dem Waldsterben auseinander, sie kämpften gegen die A 94 durch das Isental und gegen die B 15 1984 Flyer S3_bearbeitet-1neu und gründeten eine Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung. Gruber: „Wir waren ein buntes Volk, verschiedenste Themen führten uns zusammen“. 1983 schafften die Grünen erstmals den Einzug in den Bundestag und 1984 schafften in Bayern die ersten Grünen den Einzug in die kommunalen Parlamente.

Eines der Wahlziele 1984: „ Langfristiges Ziel alternativer Energiepolitik ist es, den Energiebedarf durch erneuerbare Energiequellen zu decken.“ „Ja, wir wussten damals schon wie entscheidend dieses Thema ist“, so Gruber. Conni Wilken, Georg Schwaiger und Waltraud Gruber zogen in den Kreistag ein. Mit einem der ersten Anträge, dem Bau eines Blockheizkraftwerk für das Ebersberger Kreiskrankenhaus konnten sie sich erfolgreich durchsetzen.

Am Ende der 1. Wahlperiode hatten die Grünen 99 schriftliche Anträge und Anfragen gestellt.

1990 erhielt Georg Schwaiger 12 Prozent als 1984 Flyer S2_bearbeitet-1Landratskandidat, 1996 Waltraud Gruber 11,8 Prozent.

Mit ihren Wahlzielen „Jetzt. Für Morgen.“ punkteten die Grünen 2008 derart, dass sie zu neunt in den Kreistag einzogen. Ein überragendes Ergebnis, das sich in ganz Bayern sehen lassen konnte, erzielte Waltraud Gruber als Landratskandidatin mit 18,2 %.

Die amtierende neunköpfige Fraktion der Grünen, Waltraud Gruber, Benedikt Mayer, Christine Gerneth, Reinhard Öllerer, Ilke Ackstaller, Martin Peters, Doris Häuser, Max Mayer und Franz Greithanner mit ihrem Ideenreichtum, ihrer Kompetenz und ihrer klaren ökologischen Ausrichtung nannte die Fraktionsvorsitzende „eine Fraktion mit Herz, Biss und Verstand“.

Mit mehr als 60 Anträgen und Anfragen haben die Grünen in den letzten sechs Jahren nicht nur viele Themen angestoßen, in vielen Fällen überzeugten sie die Mehrheit des Kreistags. Die nächsten sechs Jahre

Flyer für die Kreistagswahl 1984

Flyer für die Kreistagswahl 1984

wollen die Grünen die Kreistagspolitik auf einem hohen Niveau weiterführen und weiterentwickeln mit dem Motto „Grünen Ideen setzen sich durch“.

Die Präsentation von Waltraud Gruber lesen Sie hier.

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